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Präventionskampagne «Sieh dich vor beim Schritt auf die Strasse»

Die meisten Fussgängerunfälle passieren beim Überqueren von Strassen. Die neue Verkehrssicherheitskampagne, die Fussverkehr Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Ballett Zürich realisiert hat, thematisiert die Gefahren beim Queren.

«Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit kann dein Leben für immer verändern»: Das ist der Kern der neuen Präventionskampagne. Ein verträumter Gang durch den Tag kann abrupt in der Katastrophe enden, wenn die Aufmerksamkeit beim Schritt auf die Strasse nicht ungeteilt der Strasse gilt. Der Kampagnenfilm veranschaulicht diesen Sachverhalt mit drastischen Bildern.

Unfälle, bei denen Fussgänger Opfer werden, passieren am häufigsten, wenn diese eine Strasse überqueren müssen. Im ersten Halbjahr 2014 ereigneten sich erstmals mehr tödliche Fussgängerunfälle abseits von Fussgängerstreifen. Von den 15 Fussgängerinnen und Fussgänger, die in diesem Zeitraum auf Schweizer Strassen ums Leben kamen, verunglückten nur drei auf einem Fussgängerstreifen. Das Queren ohne Fussgängerstreifen ist deshalb ein wichtiger Schwerpunkt im Unfallgeschehen.

In der langjährigen Statistik überwiegen die Unfälle auf markierten Querungsstellen. Eine Auswertung von Fussverkehr Schweiz zeigt aber, dass Unfälle beim Queren an einem Ort, wo es keinen Fussgängerstreifen hat, mit schwereren Verletzungen für die Opfer verbunden sind.

Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Zürich

«Tanz ist die Kunstform des Gehens. Die Tänzer repräsentieren in unserer Kampagne die Fussgänger», sagt Dominik Bucheli, der das Projekt bei Fussverkehr Schweiz geleitet hat. Das Alltägliche, Banale, das gerne verdrängt wird, findet durch die künstlerische Umsetzung Eingang ins Bewusstsein. «Durch die Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Zürich wollten wir die kulturelle Dimension der Verkehrssicherheit ins öffentliche Bewusstsein rücken», sagt Thomas Hardegger, Präsident von Fussverkehr Schweiz. «Dass wir die edelsten Fussgängerinnen, nämlich die Tänzerinnen des Balletts Zürich, für unser Anliegen gewinnen konnten, erfüllt uns mit Stolz und verpflichtet uns zu grossem Dank», so Hardegger.

Regisseur Ben Strebel, der den Kampagnenfilm realisiert hat, liess sich von einer Kurzmeldung in einer englischen Kulturzeitschrift im Frühling dieses Jahres inspirieren. In London musste eine Ballettvorstellung des britischen Royal Ballet abgesagt werden, weil die Solotänzerin beim Zusammenstoss mit einer Kollegin auf der Bühne eine Hirnerschütterung erlitten hatte.

Die Präventionskampagne von Fussverkehr Schweiz wurde von der Zürcher Agentur Blue Spirit umgesetzt und wird vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) und von Mobilezone unterstützt. Der Kampagnenfilm wird am Zurich Film Festival uraufgeführt und danach im Fernsehen und in Kinosälen zu sehen sein. Begleitet wird die Kampagne von einem schweizweiten Plakataushang, einer Kampagnenwebsite und verschiedenen Onlineaktivitäten.

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