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Fachtagung 2012

Schönes Flanieren braucht gutes Sanieren – Wege zu attraktiven öffentlichen Räumen in Wachstumsgebieten

 
Tagung vom 28. Juni 2012 in S
chlieren

Tagungsziel:
Die Tagung vermittelt Erkenntnisse zu den anforderungsreichen Prozessen für mehr städtebauliche Qualität und die Aufwertung der öffentlichen Räume in den Agglomerationen und präsentiert Anschauungsmaterial aus Theorie und Praxis.

Ausgangslage
Die Dynamik der Siedlungsentwicklung findet hauptsächlich im Agglomerationsgürtel statt. Verbunden mit dieser Entwicklung streben viele Gemeinden einen Wandel vom Industrie- zum Wohn-, Dienstleistungs- und Technologiestandort an. Hier attraktive öffentliche Räume zu schaffen ist aber eine grosse Herausforderung, da nicht auf eine historische Gebäudekulisse abgestützt werden kann, sondern das Erbe der autoorientierten, städtebaulichen Entwicklung der 1960er und 1970er Jahre weitergedacht werden muss. Im Sinne einer integralen Ortsentwicklung sollen den öffentlichen Strassenräumen nicht nur verkehrliche Funktionen zukommen, sondern sie sollen eine Bedeutung als Aufenthalts- und Flanierorte und Identifikations-punkte übernehmen. Die Diskussion um Verkehrsstaus, Leistungs-fähigkeit der Strasseninfrastruktur und Parkplätze muss ergänzt werden, durch Diskussionen um fussgängerfreundliche Strassen, Freiräume und Aufenthaltsqualität.

Schlieren
Die Tagung findet in der Stadt Schlieren im boomenden Limmattal statt. Denn genau mit diesen Fragestellungen sehen sich die Verantwortlichen der Stadt konfrontiert.

Zweisprachige Tagung
Die Tagung wird zweisprachig (deutsch und französisch) mit Simultanübersetzung angeboten. Sie richtet sich explizit auch an Fachleute aus der Romandie. Zusätzlich wird ein Vorabendprogramm angeboten, welches sich mit Stadträumen in Zürich West auseinandersetzt.

Tagungsprogramm

Zeit

Programmpunkt

ab 08.30

Empfang
Registrierung; Abgabe Tagungsunterlagen

09.10

Begrüssung
Jean-Claude Perrin, Stadtrat Vorsteher Bau und Planung Schlieren

Moderation
Thomas Schweizer, Fussverkehr Schweiz

Der öffentliche Raum als strategisches Aufgabenfeld des Bundes
Erwin Wieland, Vizedirektor ASTRA Abteilungsleiter Strassennetze

Strategie der Stadt Schlieren zur Aufwertung der Stadträume – Projekte in Schlieren
Manuel Peer, Stadtingenieur, Schlieren

Der Stadtplatz den Fussgängerinnen und Fussgängern – Betriebs- und Gestaltungskonzept Stadtplatz
Stephan Kuhn, Landschaftsarchitekt HTL BSLA

Die Bedeutung des öffentlichen Raumes aus Sicht der Immobilien-entwicklung – Fussläufige Erschliessung und Gestaltung als Standortfaktor
Gianfranco Basso, Leiter Entwicklungen Halter-Entwicklungen

10.50

Kaffepause

11.20

Workshops (3 deutsch, 1 français)

WS 1 Die Strasse von den Rändern her denken! Die Optik des Fussverkehrs höher priorisieren. Wettbewerbe und Studienaufträge als mögliche Ansatzpunkte für eine fussgängerfreundliche Planung.
WS 2 Plätze als Brennpunkte des öffentlichen Lebens. Gute Plätze sind belebt und stiften Identität. Mit welchen Prozessen können mehrheitsfähige Lösungen gefunden werden?
WS 3 Sicherheit im öffentlichen Raum: Öffentliche Räume müssten zu jeder Tageszeit von der gesamten Bevölkerung genutzt werden können. Sicherheit bedeutet Lebensqualität.
WS 4 Le piéton dans „l’entre-deux des villes“. Quel place pour le piéton dans le développement de ces territoires encore si peu favorables aux déplacements à pied?

12.30

Mittagessen Stehlunch

13.45

Walkshop Ortsbesichtigung
Sägestrasse / Stadtplatz / Aufwertungen im Bahnhofquartier
mit Manuel Peer / Barbara Meyer
Stadtingenieur / Projektleiterin Stadtentwicklung Schlieren

14:50

Öffentliche Räume schaffen in der Agglomeration: Renens liegt im Agglomerationsgürtels von Lausanne-West. Preisträger diverser Planungspreise (Wakkerpreis Flâneur d’Or, Flux).
Martin Hofstetter, Chef du service Urbanisme Renens VD

Öffentlicher Raum: Raum für soziales Leben (in der Agglomeration)
Barbara Zibell, Prof. Dr. sc. techn. Leibniz Universität Hannover

In der Agglo liegt unsere Zukunft!
Tagungsfazit, Ausblick

Köbi Gantenbein, Chefredaktor Hochparterre

16:15

Apéro
offeriert von der Stadt Schlieren

Simultanübersetzung
Die Referate werden simultan übersetzt.
Die Workshops werden je Sprache separat durchgeführt.
Agentur Sulpice Piller

Begleitprogramm

Fotografische Langzeitbeobachtung, Schlieren 2005 – 2020
Das Forschungsprojekt beobachtet während 15 Jahren die Stadtentwicklung von Schlieren.
www.beobachtung-schlieren.ch

Projektleitung: Prof. Ulrich Görlich, Meret Wandeler, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK  / Institut für Gegenwartskunst IFCAR

Vorschläge für Schlieren
Plakatausstellung zu städtebaulich heiklen Stellen in Schlieren, Projektarbeiten von Studierenden der Hochschule Rapperswil HSR, Abteilung Raumplanung
Studienarbeiten der HSR
Projektleitung: Prof. Klaus Zweibrücken

Unterstützt das Begleitprogramm der Fachtagung 2012

Vorabendprogramm Zürich West

Mittwoch 27. Juni 2012 // 16.30 Uhr – 19.00 Uhr

Führung durch Zürich West:
Stadt- und Verkehrsentwicklung im ehemaligen Industriequartier
mit Urs Walter und Pieder Durisch von der Stadt Zürich

Zeit

Programmpunkt

16.30

Treffpunkt Bahnhof Altstetten

Bahnhofplatz Altstetten Nord / Vulkanplatz
Projekt Tram in Altstetterstrasse: Info der Stadt Zürich
Vulkanplatz: Info der Stadt ZürichTram Zürich West – Tramfahrt bis Hardbrücke
Die neue Tramlinie ist seit Dezember 2011 in Betrieb, und verbindet neu den Escherwyssplatz. den Bahnhof Hardbrücke und den Bahnhof Altstetten.
Info der Stadt ZürichBahnhof Hardbrücke / Primetower
Besichtigung des aktuellen Zustandes, eventuell Apéro im Dachrestaurant des Primetowers (clouds).
Maag Areal Informationen: www.maagarealplus.ch oder www.primetower.ch
Prime Tower Architektur: www.gigon-guyer.ch
Bahnhof Hardbrücke: www.em2n.chGleisbogen Spaziergang
Der Gleisbogen erstreckt sich auf eine Länge von gut 800 Metern und reicht vom Puls 5 in der Hardturmstrasse über die Förrlibuckstrasse und die Pfingstweidstrasse bis ans Ende des Pfingstweidareals.
Auszeichnung Flâneur d’Or 2011
Info der Stadt Zürich

Ampèresteg
Der Ampèresteg über die Limmat verbindet Wipkingen und Zürich-West. Zusammen mit dem Limmatuferweg und dem Fischerweg bietet er die Möglichkeit, von Quartier zu Quartier zu spazieren.
Info der Stadt Zürich

Escherwyssplatz / Stadtraum unter der Hardbrücke
Das neue Verkehrskonzept am Escherwyssplatz stellt den öffentlichen Raum unter der Hardbrücke erneut in Frage. Seit das Stimmvolk das Projekt „Nagelhaus“ abgelehnt hat bleiben alternative Lösungsvorschläge aus. Der Escherwyssplatz wird deshalb viel diskutiert und stark kritisiert, denn die aktuelle Situation empfinden die Nutzer als inakzeptabel.
Interessant dazu: Download Entscheid Stadtrat  Oder einer von zahlreichen Diskussionsbeiträgen z.B. auf www.westnetz.ch

Schiffbau / Turbinenplatz / Technopark
Mit rund 14’000 Quadratmetern ist der Turbinenplatz der grösste Platz der Stadt. Die frühere Besitzerin des Areals, die Sulzer Immobilien AG, übergab den umgestalteten Turbinenplatz 2003 der Stadt.
Info der Stadt Zürich

19.00

Nachtessen: Restaurant les halles
www.les-halles.ch

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel IBIS ab 129.-
Hotel Etap ab 99.- (günstigstes Hotel in Zürich)
Hotel Renaissance ab 200.-